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Gesunder Schlaf – gesunder Körper

Wir Menschen verbringen annähernd ein Drittel unseres gesamten Lebens schlafend. Somit liegt es nahe, dass gesunder Schlaf wichtig für einen gesunden Körper ist. Er dient nicht nur der körperlichen und psychischen Erholung, es wird zudem das am Tag Erlebte verarbeitet und gefestigt und wichtige Stoffwechselprozesse finden statt. Auch für das in diesen Zeiten so bedeutsame Immunsystem stellt der Schlaf, insbesondere die Tiefschlafphasen, eine wichtige Voraussetzung dar.

Im Zusammenhang mit gesundem Schlaf wird häufig der Begriff „Schlafhygiene“ verwendet. Was genau bedeutet das? Als Schlafhygiene werden bestimmte Verhaltensweisen bezeichnet, die erholsamen Schlaf ermöglichen und fördern und Schlafstörungen vorbeugen. Folgende Empfehlungen können dabei helfen, den eigenen Schlaf zu verbessern und den Körper in seiner Regeneration zu unterstützen:

Entgegen vieler landläufiger Mythen gibt es keine einheitliche Regel für die Dauer des Schlafes. Man hat ausreichend geschlafen, wenn man sich anschließend leistungsfähig und ausgeruht fühlt. Bei den meisten Menschen ist dies nach etwa sechs bis sieben Stunden der Fall. Regelmäßige Aufsteh- und Schlafenszeiten, eine angenehme Temperatur und ausreichend Belüftung helfen dabei, gesunden Schlaf zu fördern. Nickerchen am Tag sollten möglichst vermieden oder auf maximal 20 Minuten begrenzt werden, da sonst der Schlafdruck am Abend reduziert wird.

Ein gesunder Lebensstil, bei dem im besten Fall auf Koffein, Alkohol und Nikotin verzichtet wird und Bewegung sowie gesunde Ernährung nicht zu kurz kommen, begünstigt guten Schlaf. Bitte achten Sie darauf: Sport und Mahlzeiten unmittelbar vor dem Zubettgehen können den Schlaf und die währenddessen ablaufenden Prozesse beeinträchtigen. Fördernd können Einschlafrituale wie Traumreisen sein oder sich angenehme Gedanken vor dem Einschlafen zu machen. Erinnerungen an schöne Erlebnisse oder an den letzten Urlaub inspirieren sicher auch den einen oder anderen Traum. Lassen Sie hierbei Ihrer Phantasie freien Lauf.

Wichtig ist die im Gehirn stattfindende Verknüpfung der Umgebung mit dem Schlaf. Besonders im Hinblick auf Schlafprobleme sollten die Empfehlungen berücksichtigt werden. Liegen wir häufig wach im Bett, grübeln und schauen vielleicht Fernsehen, verknüpft unser Gehirn das Bett mit Wachliegen und mit Grübeln. Sollten Sie nicht schlafen können, ist es ratsam, das Bett zu verlassen und sich erst wieder hinzulegen, wenn Sie müde sind.

Dieses Vorgehen hilft dem Gehirn, dafür zu sorgen, dass es uns in unserer Schlafumgebung leichtfällt, schnell und gut ein- und durchzuschlafen und damit diesen wichtigen Bestandteil unseres Lebens optimal zu gestalten.

Autorin: Sarah Glöckner, Psychologin der Fürstenhof-Klinik

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